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Eine Reise durch die Jahrhunderte

Gartenparadiese - Eine Reise durch die Jahrhunderte

Der Garten ist meist ein Ort der Erholung und der Muße, der seinen Besitzern jedoch auch einiges an Arbeit abverlangt: Das Herrichten des Gartens und seine ständige Pflege erfordern aber nicht nur umfassende Pflanzenkenntnisse und ein gesundes Augenmaß, sondern auch Kreativität, die diesem Ort Charakter verleiht und ihn damit oft einzigartig macht. Der kultivierte Garten stellt zudem eine Kulturleistung des Menschen dar, der mit diesem seine Dominanz über die Natur in Anspruch nimmt und Räume der Erholung, aber auch der Macht und Repräsentation erschafft. Englische Gärten stehen seit jeher sinnbildlich für die hohe Kunst des Landschaftsbaus, der seine Besucher oftmals in den Bann schlägt. 

Die Dokumentationsreihe „Gartenparadiese – Eine Reise durch die Jahrhunderte“ führt ihre Zuschauer nun durch einige der außergewöhnlichen Gärten Großbritanniens, um ihre Entstehungsgeschichten zu erzählen und den stetigen Wandel dieser, teils jahrhundertealten, Gartenanlagen zu beleuchten.     
Der englische Garten, dessen Stil sich im 18. Jahrhundert entwickelte, entstand als bewusster Kontrast zum bis dahin dominierenden Barockgarten französischer Prägung, der die Natur in geometrische Formen zwang. Er wurde zum Ausdrucksmittel des Besitzers, der den Garten nach seinen Vorstellungen und Vorlieben gestaltete und ihm damit Charakter verlieh: Ob streng und aufgeräumt oder exzentrisch und verspielt – der Garten wurde zum individuellen Spiegelbild seines Erschaffers, das bis heute, selbst  Jahrhunderte später, Geheimnisse offenlegen kann.       
Viktorianische Landschaftsparks, romantische Kleinode oder exzentrische Wildgärten – die Reihe „Gartenparadiese – Eine Reise durch die Jahrhunderte“ porträtiert vier der spektakulärsten Gartenanlagen Großbritanniens und erzählt dabei die faszinierenden Biographien ihrer Erschaffer, die bis heute zu den Pionieren des Gartenbaus zählen. Lehnen Sie sich entspannt zurück und genießen Sie diese abwechslungsreiche und beeindruckend fotografierte Reise durch einige der schönsten Gärten der Welt.

EPISODENGUIDE

Episode 1: Der innovative Garten Great Dixter


Der Garten des südenglischen Herrenhauses „Great Dixter“, dessen Mauern bis auf das 15. Jahrhundert zurückgehen, gilt weltweit als eine der innovativsten Gartenanlagen des 20. Jahrhunderts: Mit Wildblumen durchzogene Wiesen und die chaotisch anmutende Pflanzenfülle stehen exakt abgestimmten Details und der mittelalterlichen Architektur des Hauses in einer spannungsvollen Mischung gegenüber, die diesen, um 1914 angelegten, Garten überaus einzigartig macht. Die ungewöhnliche Gartenanlage, die immer schon kontrovers diskutiert wurde, verdankt ihre weltweite Berühmtheit dem exzentrischen Schriftsteller und Gärtner Christopher Llyod, der seine Kindheit auf Great Dixter verbrachte und dank seiner Mutter bereits sehr früh die Leidenschaft für die Natur entdeckte. Llyod brach mit gärtnerischen Konventionen seiner Zeit, experimentierte zeitlebens in diesem Garten und modernisierte den Gartenbau dadurch entscheidend.  




Episode 2: Der Landschaftsgarten Stowe


Die opulente Gartenanlage des südenglischen Landsitzes „Stowe“ gilt als Musterbeispiel des formvollendeten englischen Landschaftsgartens des 18. Jahrhunderts. Mit ihren 36 Tempeln, den künstlichen Grotten und Seen und einem Dutzend Prachtalleen ist sie weniger eine Gartenanlage der Pflanzen und Blumen, sondern vielmehr die Verkörperung damaliger theoretischer Ideen: Stowes machthungriger Erschaffer, Burggraf Cobham, träumte davon, an die Spitze der politischen Macht zu gelangen und eine mächtige Dynastie zu begründen – bereits ein Jahrhundert nach seinem Tod war die Familie jedoch heillos zerstritten, in skandalöse Affären verstrickt und musste zudem auch ihre Insolvenz bekanntgeben.                 
 



Episode 3: Der viktorianische Garten Biddulph Grange


Die eindrucksvolle Gartenanlage „Biddulph Grange“ in Mittelengland entführt ihre Besucher auf eine kleine Weltreise, da sich in diesem viktorianischen Garten auch chinesische Pagoden und ägyptische Tempel finden lassen, die durch ein komplexes System aus unterirdischen Tunneln und Gewölben miteinander verbunden sind. Die im Zenit der viktorianischen Zeit entstandene Gartenanlage wurde von James Bateman erbaut, dem Sohn eines wohlhabenden Industriellen.       Bateman war von der Botanik fasziniert und ließ für seine beeindruckenden Gärten seltene Pflanzenarten aus der ganzen Welt herbeischaffen. Er war jedoch zeitlebens zwischen seiner strengen Religiosität und seiner Fortschrittsbegeisterung innerlich zerrissen: Dies führte Bateman erst in einen offenen Streit mit Charles Darwin und schließlich in den finanziellen Ruin, der Bateman seine geliebte Gartenanlage kostete.  



Episode 4: Der romantische Garten Nymans


Die im romantischen Stil erbaute, südenglische  Gartenanlage „Nymans“ stand bereits kurz nach ihrer Entstehung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Schlagzeilen. Erbaut von der deutsch-jüdischen Familie Messel, die 1870 vor erneut aufgekeimten Antisemitismus nach England geflohen war, erfreute sich „Nymans“ bei den Besuchern enormer Beliebtheit, da diese, mit einer Vielzahl seltener Pflanzen geschmückte, Gartenanlage dem damaligen Idealbild eines „Englischen Gartens“ entsprach. Obwohl die Familie das Anwesen über Generationen liebevoll pflegte, setzten dem Garten mehrfach tragische Ereignisse in Form einer Feuersbrunst und schwerer Stürme zu, die 1987 beinah zur völligen Zerstörung dieser traditionsreichen Gartenanlage führten.

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